Donnerstag, 17. Januar 2013

Mandalay - Sagaing, Inwa & Amarapura - die 3 antiken Städte und die Touristen

Über die Sagaing Bridge - mit Taxifahrer Tun Tun
DIE 3 ANTIKEN STÄDTE Eigentlich kommt man nach Mandalay nur wegen der umliegenden Schönheiten, die Stadt selbst hat zwar auch ihre netten Ecken, ist aber eher hässlich und raubt einem mit dem chaotischen Verkehr - besonders im Zentrum - erstmal den (vor)letzten Nerv. Auf der Suche nach einem Taxifahrer, haben wie Tun Tun vor dem Mandalay City Hotel getroffen. Der war so nett und vertrauenswürdig, dass wir am Ende 3 Tage lang nur mit ihm unterwegs waren. Erstmal ging es zu den 3 antiken Städten Sagaing, Inwa (Ava) und Amarapura - wegen des fortgeschrittenen Vormittags konnten wir den Preis um 5.000 drücken, auf 25.000 Kyat für den ganzen Tag. Günstiger geht die Tour nur per Motorradtaxi oder Fahrrad, denn die kleinen 'Blue Taxis' wurden von der Regierung aus dem Verkehr gezogen, wie uns Tun Tun erklärte.

Sagaing Hill & Ayeyarwady River
SAIGAING Sehr beruhigen wirkte dagegen die himmlische Ruhe auf dem Sagaing Hill - einem Berg einige Kilometer südlich von Mandalay. Nachdem wir die 381 Stufen hochgestiegen waren zur Soon U Ponya Shin Paya, genossen wir bei Reis und Nudeln (was auch sonst ;-)) die Aussicht der danebenliegenden Snackbar auf die Pagoden und den Ayeyarwady Fluss mit seinen beiden modernen Brücken, die Ava Brücke mit den Zugschiene und einer kleinen Straße, sowie die neue vierspurige Sagaing Brücke. Über die zweite ging es dann anschließend wieder zurück und weiter südwärts den Fluss entlang.

Bagaya Kyaung - Mönch & Teakholz-Kloster

INWA Das letzte Stückchen nach Inwa (früher Ava) muss man dann mit dem Boot (1.000 Kyat) wieder über den Fluss. Wer sein Fahrrad nicht dabei hat und nicht in der Mittagssonne laufen möchte, der nimmt klassisch eine der vielen bereitstehenden Pferdekutschen - Staub schlucken inklusive! Wir suchten uns einen älteren Kutscher und zahlten die angeschriebenen, einheitlichen 6.000 Kyat. Allerdings war der ältere Herr keineswegs ruhiger und gelassener, er schien vielmehr von der alten Schule - viel Peitsche und Geschrei hilft viel. In der Kolonne mit den anderen Touristen ging es dann zu den drei Sehenswürdigkeiten: Bagaya Kyaung, ein Kloster das 1834 aus Teakholz erbaut wurde. Nanmyin, ein 90 Fuss hoher Turm ist das einzige was vom ehemaligen Königspalast hier geblieben ist. Maha Aungmye Bozan, ein weiteres Kloster aus verputzten Backsteinen  - hier verzichteten wir aber darauf reinzugehen, dafür braucht man das 10$ Combo Ticket von Mandalay.

U Bein´s Bridge - die längste Teakholzbrücke der Welt
AMARAPURA Noch mehr Touristen erwarteten uns in Amarapura an der berühmten U Bein's Brücke - ganze Busladungen bereit zum romantischen Sonnenuntergang. Wir entschieden uns gegen die Bootsfahrt auf dem Taungthaman See und für den Spaziergang auf der längsten Teakholzbrücke der Welt. Über Reisfelder, einen Wasserbüffel, den Fluss, die Fischerinnen und die Angler. Übrigens: Teakholz ist Königin der Holzarten und wird mit dem Alter immer schöner - mal sehen ob das auf uns abfärbt.

MANDALAY HOTELS Der weniger schöne Teil von Mandalay ist die Innenstadt und - mal wieder - die Hotelsituation. Das Shared Taxi von Pyin Oo Lwin brauchte eine Adresse um uns abzusetzen und das Silver Star Hotel war das erste angerufene Hotel aus der Liste im Reiseführer, dass ein freies Zimmer hatte. Auch hier hatten sich die Preise fast verdoppelt, wir zahlten 55$ und damit 5$ mehr für das hellere Eckzimmer, mit mehr Fenster - damit aber offensichtlich auch mehr Straßenlärm. Nachdem wir verschiedene überteuerte und ausgebuchte Hotels angesehen hatten, haben wir uns für eines im chinesischen Stil entschieden das nicht im Reiseführer stand - aber wenigstens gleich um die Ecke war und den Umzug damit leichter gestaltet hat. Trotzdem war das Universe Hotel wohl eines der heruntergekommensten in denen ich in meinem jungen Leben war und die 40$ haben echt weh getan. Zum Frühstück gab es das übliche: Suppe, Reis, Nudeln und für die Ausländer Toast mit Butter und Marmelade. Neben dem günstigen Nylon Hotel war das wunderschöne Mandalay City Hotel  (3 Sterne, DZ 56-65$) übrigens eines der wenigen in der Stadt, das die Preise nicht erhöht hat, aber leider ebenfalls die ganze Woche ausgebucht war. Wie eine Oase liegt es mit seinen Palmen in einem Hinterhof, was in dieser chaotischen Stadt Gold wert ist. Den netten Pool kann man für 5$ pro Tag trotzdem nutzen und vom Sonnenuntergang an der U Bein´s Bridge träumen...
Sonnenuntergang in Amarapura am Taungthaman Lake

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