Mittwoch, 13. Februar 2013

Pai - Das Trekking durch die Berge und die pairadisische Entspannung

PAI Das kleine Städtchen kann man in wenigen Minuten erkunden, deshalb ist 'einfach mal Nichtstun' vielleicht auch eines der Highlights in Pai. Noch besser ist nur noch ein Besuch bei der Pai Traditional Thai Massage. Und am Abend gibt es nach dem Vorbild von Chang Mai auch eine 'Walking Street' - diverse Stände verkaufen dann vor allem Essen in dieser 'Fussgängerzone'. Da kann man sich schon mal von einem Ende der Stadt zum anderen durchessen. Bekannt ist Pai übrigens als die Hippie-Komune im nördlichen Thailand, beliebt aber vor allem auch wegen der Berge ringsum.

Unser Guide mit selbstgemachter Teekanne und Becher aus Bambus
TREKKING Die Berge wollten wir also bei einer kleinen Trekking-Tour erkunden, zwei Tage sollte es dauern inklusive Übernachtung (Homestay) in einem der kleinen Dörfchen. Los ging es früh am morgen, erstmal mit dem Auto raus in die Berge, dann marschierten wir auch schon los. Neben unserem Guide bestand die Gruppe aus einem australischen und einem französischsprachigen Paar aus der Schweiz. Wie schon in Myanmar musste ich wieder feststellen, dass es ab und an einfach gut tut durch die Berge zu laufen und nachzudenken. Viel Luft zum reden hat man sowieso nicht während man läuft und jeder hat ja ein leicht unterschiedliches Tempo. 
Trekking bergab ist noch anstrengender als bergauf...
Bei einer Pause lernten wir (naja, durften wir zusehen und staunen) wie man aus Bambus und einem großen Messer ganz einfach eine Teekanne und passende Becher macht. Das es doch nicht ganz so einfach ist, bewies uns dann der Australier, der sonst auch viel Zeit beim Camping im Busch mit seinem Messer verbringt. Nachdem wir gefühlt alles was wir bergauf gelaufen waren auch wieder hinabstiegen - was deutlich anstrengender ist - kamen wir am späten Nachmittag an eine kleine Siedlung.

Homestay - Die Küche unserer thailändischen Gastgeber
HOMESTAY Das 'Village' in dem wir übernachten sollten bestand nur aus wenigen Häusern und während uns die meisten Bewohner kaum beachteten, empfing und der Hausherr und Gastgeber um so herzlicher. Sogleich stellte er eine Kühlbox mit Bier bereit und legte eine Strichliste dazu, denn anders als Übernachtung, Essen, Wasser und Schnaps (dazu gleich mehr), war das Bier nicht im Tourpreis inklusive. Und während wir uns bei einem kühlen Bier auf der Terrasse ausruhten, wurde man(n) in der Küche schon fleißig. Und als wir uns nach Sonnenuntergang ebenfalls um die Kochstelle gesellten, hatten wir auch schnell den ersten Schnaps in der Hand.



Homestay - Unser Guide serviert das Essen
Zum Essen selbst setzen wir uns auf der anderen Seite des Raums auf einer Matte im Kreis. Stühle gibt es keine, das Leben findet quasi auf dem Boden statt. Das Essen war wirklich lecker und reichlich. Und danach dann wieder einen Selbstgebrannten (übrigens abgefüllt in eine Wasserflasche). Und wie der gebrannt hat, die nächsten Runde habe ich dankend abgelehnt oder auch mal in meinem Wasserglas deponiert (um es danach vom der Terrasse zu schütten). Gemerkt haben es die Herren des Hauses und der Guide nicht, schließlich war die Flasche da schon leer und sie entsprechend voll. Geschlafen haben wir im Haus nebenan, natürlich auch auf dem Boden, alle Gäste in einem Raum. Jeder hatte eine Bambusmatte zum drauflegen und einige Decken zum zudecken für die kühle Nacht. Ein bisschen wie damals... im Ferienlager ;-)

Die Landschaft rund um Pai - ideal für leichtes Trekking
TREKKING Am nächsten Morgen waren die Gastgeber erstaunlich fit, ich vermute das unser Guide hier öfter zur Leerung einer Flasche vorbeikommt. Nach dem Frühstück zahlten wir das Bier und verabschiedeten uns. Schließlich wussten wir da noch nicht, das die Tour heute dort enden sollt wo sie begonnen hatte. Highlight des Trekking war definitiv die Mittags- und Badepause. An einem schattigen Wasserfall gab es gebratene Nudeln, nicht vor Ort gekocht, sondern schon liebevoll in Bananenblätter verpackt. Und während wir badeten schnitzte unser Guide die Stäbchen zum Essen - natürlich aus Bambus mit seinem großen Messer. Als wir am Nachmittag wieder in ein Dorf kamen, erkannte ich tatsächlich erst als wir vor dem Haus standen, dass wir hier übernachtet hatten und wohl einige Stunden im Kreis gelaufen waren. Von hier nahmen wir dann das Auto zurück - erstmal das unseres Gastgebers, einen ziemlich wilden Weg entlang bis zum nächsten Dorf mit Straßenanbindung, dann das unseres Guides zurück nach Pai.

PAI HOTELS Er brachte uns zurück ins Pairadise, die Unterkunft unserer ersten Nacht, wo er uns abgeholt hatte und wir während der Tour unsere Rucksäcke deponiert hatten.
Unser Pai Countryside Resort Bungalow mit Dachterrasse
Wir hatten das auch gewählt wegen des hochgelobten deutschen Frühstücks - denn betrieben wird es von einem deutsch-thailändischen Ehepaar. Und als wir glücklich wieder einchecken wollten dann die schlechte Nachricht. Irgendwer hat mit den Buchungen was durcheinandergebracht und es gibt kein freies Zimmer mehr. Nach einigem telefonieren hat uns die deutsche Hausherrin dann eingepackt und zum Countryside Resort gebracht, da es ein wenig außerhalb ist. Wir bekamen einen netten Bungalow mit eigener Dachterasse, dann sind wir erstmal eine Runde im Pool geschwommen und haben dabei den Kühen auf der Wiese zugeschaut. Und nachdem wir die letzten Sonne strahlen genossen hatten, bekamen wir dann noch unser erstes Gewitter des Jahres 2013...

PS. Für die Weiterreise mussten wir übrigens erstmal wieder die kurvige Strecke zurück nach Chang Mai, um dort einen Green Bus Thailand nach Chiang Rai zu nehmen.

Ungewöhliches am Straßenrand in den Bergen von Thailand

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