Freitag, 18. Januar 2013

Mandalay - Das Boot nach Mingun, der Mandalay Hill und das Puppentheater

Das Boot nach Mingun - der junge "Kapitän" legt in Mandalay ab
MINGUN Das Boot nach Mingun legt um 9 Uhr (a.m.) an der Jetty - der Bootsanlegestelle - in Mandalay ab. Allerdings muss man in einer Hütte vor Ort noch die Tickets kaufen. 5.000 Kyat pro Passagier kassierte der freundliche Mann mit Sonnenbrille an seinem Tisch in der sonst leeren Hütte, natürlich nicht ohne den Reisepass zu sehen und die Passnummer zu notieren. Dann ging es - über mehrer kleine Schiffe kletternd - auf das unsere. Jedoch nicht an Deck, sondern nach unten, genau wie die Mundwinkel der Touristen. Als alle saßen hat man nochmal nachgezählt, dann die Erleichterung - wir nehmen doch ein anderes Schiff. Aber nicht alle, nur dir Hälfte da es mit zu vielen Passagieren nicht sicher (genug) sei. Gut das wir schnell waren, so konnten wir uns auf dem zweiten Boot wenigsten zwei der sechs Bambusliegen sichern. Dann legten die beiden Kinder ab. Ja, unser Kapitän - ähm - die zwei Jungs die das Boot steuerten waren wohl kaum 16. Und der Motor machte nicht nur ordentlich Krach, sondern verlor auch alles was so an Flüssigkeiten drin war. Die Bootsfahrt nach Mingun ist definitiv schon Teil des Erlebnis. Wer darauf verzichten will muss da schon 25.000 bis 40.000 Kyat berappen für einen Privatshuttle, dann darf man auch oben an Deck sitzen.

Die Ruinen der Mingun Paya - durch Erdbeben stark beschädigt
Mingun hat drei großen Sehenswürdigkeiten: Mingun Paya, die Ruinen einer nie fertiggestellten Riesenpagoda, welche zudem seit einem Erdbeben von großen Rissen durchzogen sind. Mingun Bell, die größte intakte Glocke der Welt, mit einem Gewicht von 90 Tonnen - jeder durfte einmal darunter stehen während der andere der Glocke einen ordentlichen Schlag verpasste. Und Hsinbyume Paya, eine große weiße Pagode. Um 13 Uhr ging es mit unserem Schiffchen und den zwei Jungkapitänen zurück nach Mandalay.

Mahamuni Paya - der Buddha wird poliert
MANDALAY Tun Tun empfieng uns wieder an der Jetty, um uns einige Highlights von Mandalay zu zeigen. Unsere Bedingung war allerdings, dass wir keinen Eintritt zahlen. Denn die Regierung hat in Mandalay ein 10$ Combo Ticket eingeführt, womit man den Königspalast (bzw. ein Nachbau) und einige weitere Sehenswürdigkeiten betreten darf - aber es gibt auch jede Menge weiterer Sehenswürdigkeiten auf die wir uns konzentrieren wollten. Zuerst ging es gen Süden zu Shwe In Bin Kyaung, einem Kloster mit einem auf Pfählen stehenden, komplett aus Teakholz gebauten Haupthaus. Da keine Mönche zu sehen waren konnten wir uns alles in Ruhe ansehen ohne jemanden zu stören. Anschließend ging es durch das Viertel der Steinmetze und Goldschmiede zur Mahamuni Paya. Hier sitzt eines der berühmtesten Abbilder Buddhas, überzogen mit einer dicken Goldschicht (da gläubige Buddisten täglich Goldplättchen aufkleben), welche pünktlich um 16 Uhr poliert wurde. Also noch schnell an den Bronzefiguren der Khmer (wohl entwendet in Angkor Wat / Kambodscha) bevor es wieder mit dem Taxi Richtung Norden ging.
Buddhas bemalen vor der Mahamuni Paya
Am Fuße des Mandalay Hill liegt die Sandamuni Paya gleich neben der Kuthodaw Paya (wofür man das 10$ Comboticket braucht), hier wird das größte Buch der Welt aufbewahrt. Es handelt sich um hunderte Steinplatten die jeweils einzeln in einer kleinen Pagode aufbewahrt werden und zusammengenommen die 15 Bücher der Tripitaka mit entsprechenden Kommentaren bilden. Um dieses größte Buch der Welt am Stück zu lesen brauchten 2400 Mönche ganze 6 Monate. Und dann ging es wieder zu Fuss den Berg hinauf - zum Sonnenuntergang auf dem Mandalay Hill, der Berg welcher der Stadt den Namen gab. Eine wirklich schöne Aussicht vom Ayeyarwady Fluss im Westen über die Stadt bis zum Mandalay Fort, ein riesiges Quadrat voller Bäume umgeben von einer Mauer mit breitem Wassergraben, das ein 2,5 Quadratkilometer großes Loch in das zugebaute Zentrum reist. Drumherum ein Wassergraben und darin steht die Nachbildung des Mandalay Palastes.

Mandalay Marionettes - die Marionette und der tanzende Junge
ESSEN & UNTERHALTUNG Nachdem wir am ersten Abend in Ko's Kitchen sehr gut gegessen hatten, ging es diesmal zum Green Elephant. Nach dem leckeren Essen in der grünen Gartenanlage beschlossen wir dann, auch noch das Marionettentheater um die Ecke zu besuchen. Mit den Tickets (10.000 Kyat) wurde und auch eine erklärende, englische Broschüre ausgehändigt und wir konnte uns noch ein wenig einlesen bevor es um 20.30 h losging. Es ist insgesamt eher laut und schnell, wirkt damit meist sehr kämpferisch. Ab und zu wird der Vorhang ein wenig gelüftet, so dass man die Künstler hinter den Marionetten bei der Arbeit sehen kann. Beeindruckend war besonders der bereits 80jährige Master. Ein wirkliches Highlight stellt zudem die lebende Marionette dar: Während oben einer steuert tanzt unten keine Puppe, sondern ein Junge - ebenso als ob er eine Puppe wäre und am Faden hinge.

Manadaly Marionettes - der Master und seine Familie mit Freude bei der Arbeit

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