Sonntag, 27. Januar 2013

Inle Lake - Der lange Fußmarsch von Nyangshwe nach Minethouk

Inle Lake - Aussicht auf Nyaungshwe und den See
NYAUNGSHWE Da der Chef von Sunny Day Tours sich gerade von einem Motorradunfall erholte, gingen wir mit einem seiner Guides auf eine Tagestrekkingtour. Früher hat er die Touren zusammen mit seinem Bruder gemacht, doch dann stand er plötzlich im Lonely Planet - "somebody put my name in this guidebook" - und brauchte Unterstützung um den Anfragen gerecht zu werden. Man hat uns mit zwei Holländern zu einer vierköpfigen Truppe zusammengeschlossen, außerdem wurden noch zwei Jungs zum Guide-Training mitgeschickt.

Schule in Myanmar - und alle Kinder machen begeistert mit
Um 8 Uhr spazierten wir also von Nyaungshwe Richtung Berge und machten erstmal an einem kleinen Hof halt, der Zucker herstellt. In 5 Hexenkessel wird das Zuckerrohr gekocht und nach etwa 15 Minuten dann das entstandenen Zuckerwasser gefiltert. Die nächste Station war eine Schule im ersten Bergdorf, dann ging es zu einer Höhle die von dem Mönchen als Ort der Meditation genutzt wird. Wir wanderten durch Felder voller Zigarrenblätter (nicht der Tabak, sondern worin er eingerollt wird), Mais und Knoblauch, hindurch unter Bäumen von Tamarinde und Avocado.
Geänderte Route - Bambusbrücke statt der alten Holzbrücke
Die Farbe der Wälder erinnerte an den deutschen Herbst, rot und braun schimmerten die Blätter. Bei einer der Pausen erklärte uns der Guide dann seinen weiteren Plan, der jedoch nicht beinhaltete und zum See zu führen, sondern zurück zum Ausgangspunkt. Wir hatten jedoch alle mit dem Chef besprochen zum See zu laufen, nur der wohl nicht mit seinem Guide. Also wurde die Route mal eben unterwegs geändert, was uns am Ende jedoch einige Kilometer extra eingebracht hat. Gegen 12h kamen wir dann im einem weiteren Bergdorf an, wo wir uns im Haus einer Familie ausruhen durften während unsere Guides das Essen zubereiteten.

Waisenhaus in Minethouk - wo Mädchen leben und lernen
MINETHOUK Frisch gestärkt ging es dann weiter durch die Berge, immer wieder mit Blick auf Nyangshwe, den Kanal  und natürlich den Inle See. Über abenteuerliche Brücken, am Abgrund entlang und wieder zu einer Pagode - die darf hier natürlich nicht fehlen - in der der Leichnam eines großen Mönchs ruht, an dem Wänden war sein Leben in Bildern zu sehen. Ab hier ging es dann nicht mehr den Trampelpfad entlang, sondern die Straße hinunter nach Minethouk. In dem Teil des Ortes der auf dem Land ist, besuchten wir noch das Waisenhaus einer niederländischen Stiftung, wobei hier, anders als die Bezeichnung vermuten lässt, auch Kinder aus ärmsten Verhältnisse von ihren Eltern hergeschickt werden um eine Schulbildung zu bekommen.
Inle Lake - Sonnenuntergang am See
Anschließend ging es mit dem Boot zurück nach Nyangshwe. Da die Sonne gerade untergegangen war und es langsam Nacht wurde, wollte der Fahrer 8.000 Kyat statt der angekündigten 6.000 Kyat pro Boot, wohlwissend das wir nach einem langen Tag in den Bergen kaum weglaufen würden. Kaum waren wir im Boot und losgefahren, machten wir noch einem kurzen Stop an seinem Haus, eines in dem Teil des Ortes, wo die Häuser auf Pfählen auf dem See steht. Während der Fahrer nochmal Öl nachfüllen musste, konnten wir beobachten wie schon die Kleinkinder hier sicher auf den Booten balancieren. Und dann weiter über den See, ziemlich kalt wenn die Sonne erstmal weg ist. Trotzdem waren noch einige Fischer draußen auf dem Inle Lake - oder paddelten gerade nach Hause mit ihrer typischen Fussbewegung.


INLE LAKE - KINPUN Unsere letzte Station in Myanmar sollte der Golden Rock werden. Die Reise zum Felsen war dabei unsere längste in Myanmar. Mit dem TukTuk ging es von Nyaungshwe zur Kreuzung in Shwenyaung (man Teile den Namen und drehe ihn um), wo wir den letzten aus Taunggyi kommenden VIP Nachtbus nach Yangon  (23.000 Kyat) nahmen. Es waren wieder 3 Sitze pro Reihe, jedoch alle mit dem gleichen Abstand, die mittlere Reihe stand also quasi frei im Raum, auf beiden Seiten Platz zum vorbeigehen. Die Klimaanlage war noch kälter als alles bisher, aber ich hatte mir am See zum Glück noch eine gute Fleecejacke für nur 9.000 Kyat gekauft. In Yangon fragten wir uns dann um 6 Uhr morgens durch zum Bus nach Kyaiktiyo/Golden Rock, der natürlich zum 'Basiscamp' Kinpun fährt. Dort kamen wir dann nach weiteren ca. 5 Stunden Busfahrt gegen 12 Uhr an...

Herbstliche Farben in den Bergen von Myanmar am Inle See

1 Kommentar:

  1. Ich ziehe kalten Orten. Dort war ich ruhiger. Und einer von ihnen ist die Arktis. Hier ist eine Übersicht, in der ich war die https://poseidonexpeditions.com/de/arktis/iceland-norway-svalbard-voyage-arctic/. Eine erstaunliche Ort, wo man eine Menge Emotionen zu bekommen.

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